Thich Nhat Hanh: die 10. Achtsamkeitsübung

Im Bewusstsein, dass die Übung des Verstehens und Mitfühlens Sinn und Ziel einer Sangha ist, sind wir entschlossen, die Gemeinschaft weder zum Zwecke persönlichen Vorteils oder Gewinn zu benutzen, noch sie in ein politisches Instrument zu verwandeln. Eine spirituelle Gemeinschaft sollte jedoch deutlich Stellung beziehen gegen Unterdrückung und Unrecht und bemüht sein, entsprechende Zustände zu verändern, ohne sich in parteiliche Konflikte verstricken zu lassen.

Aus: Zenmeister Thich Nhat Hanhs „vierzehn Acchtsamkeitsübungen“

Textstudium

Ab Juni gibt es Gelegenheit, nach dem Zazen ein kurzes Sutra oder einen anderen Zen-Text zu studieren. „Studieren“ bedeutet hier, Worte des Textes in sich wirken zu lassen und dann darüber zu sprechen: Was bedeuten diese Worte für mich selbst, jetzt, für mein Leben überhaupt? Kann ich diese Worte annehmen, wie gehe ich damit um? Es ist nicht nötig, einen mit unserem Verstand erfassbaren Sinn zu verstehen oder zu formulieren. Durch Zazen und wiederholtes Rezitieren können wir uns nach und nach dem „Sinn“ des Textes annähern und ihn mit dem Herzen verstehen. Das ist der Sinn des Textstudiums.

Zeit: Jeden ersten stattfinden Donnerstag des Monats nach  Zazen und Rezitation von 20.40 – 21.15 Uhr (beide Zazen-Perioden verkürzt auf 30 Min)