Thich Nhat Hanh: die 12. Achtsamkeitsübung

Die zwölfte Übung der Achtsamkeit – Ehrfurcht vor dem Leben

Im Bewusstsein, dass Kriege und Konflikte großes Leid verursachen, sind wir entschlossen, in unserem täglichen Leben Gewaltlosigkeit, Verstehen und Mitgefühl zu entwickeln. Wir wollen innerhalb von Familie, Gesellschaft und Staat und in der Welt zur Erziehung zum Frieden beitragen, bei Streitigkeiten in Achtsamkeit vermittelnd eingreifen und Versöhnung fördern. Wir sind entschlossen, nicht zu töten und es nicht zuzulassen, dass andere töten. Zusammen mit unserer Sangha wollen wir uns in tiefem Schauen üben, um bessere Wege zum Schutz des Lebens und zur Verhinderung von Kriegen zu finden.

Aus: Zenmeister Thich Nhat Hanhs „vierzehn Acchtsamkeitsübungen“

Textstudium

Ab Juni gibt es Gelegenheit, nach dem Zazen ein kurzes Sutra oder einen anderen Zen-Text zu studieren. „Studieren“ bedeutet hier, Worte des Textes in sich wirken zu lassen und dann darüber zu sprechen: Was bedeuten diese Worte für mich selbst, jetzt, für mein Leben überhaupt? Kann ich diese Worte annehmen, wie gehe ich damit um? Es ist nicht nötig, einen mit unserem Verstand erfassbaren Sinn zu verstehen oder zu formulieren. Durch Zazen und wiederholtes Rezitieren können wir uns nach und nach dem „Sinn“ des Textes annähern und ihn mit dem Herzen verstehen. Das ist der Sinn des Textstudiums.

Als Text verwenden wir zurzeit fortlaufend die Kapitel des Buches „Zen.Geist — Anfänger-Geist“ von Shunryu Suzuki. Suzuki Roshi (1905 – 1971) war einer der größten, einflussreichsten Pioniere, die Zen in Nordamerika bekannt machten und wesentlich zu dessen Verbreitung beitrugen.

Zeit: Jeden ersten stattfinden Donnerstag des Monats nach  Zazen und Rezitation von 20.40 – 21.15 Uhr (beide Zazen-Perioden verkürzt auf 30 Min)